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Samstag, 10. November 2012

Familienbande

Eigentlich war ich mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Aber irgendwie kam da die Inspiration quer geschossen, ganz plötzlich.

Und dann, mal eben schnell ein bisschen hier geschoben und da Effekte eingebaut und noch ein Filterchen und voilá...

In diesem Stil wollte ich schon lange mal einen Entwurf machen, hatte nur noch keinen Grund gefunden. Jetzt hat meine liebe Oma morgen Geburtstag und meine Kinder haben Geschenke gebastelt. Und ich eben auch.

Was ich daraus gemacht habe zeige ich demnächst mal.

Das Foto zeigt meine Urgroßeltern in den 20er Jahren auf der Rückfahrt aus dem Keukenhof. Mehr darüber könnt ihr hier nachlesen.

Sonntag, 20. Mai 2012

Zeitreise nach Anno 1629

Schon als wir um die Ecke in der Hafen bogen und unser Blick auf die Batavia began die Phantasie meiner Seemannschaft verrückt zu spielen. Und so hatten wir uns kaum an Bord begeben als wir gen Amerika aufbrachen und alle Mann an Deck benötigt wurden.
Dabei führte doch die erste und letzte  Reise der Batavia gen Australien, vor dessen Walibi-Inseln es auf ein Riff lief und sank. Wir verdanken also unsere zauberhafte Zeitreise den größtenteils freiwilligen Helfern auf der Bataviawerft, die von 1985 bis 1995 einen möglichst detailgetreuen Nachbau der Batavia gefertigt haben. 
Und auch jetzt rühren sich auf der Werft fleissige Hände und wird an einer zweiten Repilka, nämlich der der "7 Provincien" gearbeitet. Dabei wird alles mit alten Handwerkstechniken angefertigt und sogar die Nägel und Beschläge werden per Han geschmiedet, die Seile und Taue von Hand gemacht. Und bei all dem darf man den Freiwilligen auf die Finger schauen!



Aber dafür hatten meine kleinen Seebären wenig Zeit, sie wollten hoch hinaus. Und einmal auf der Batavia angekommen, konnte ich gar nicht so schnell gucken, wie sie schon auf das oberste Deck geklettert waren. Zum Glück waren wir mit mehreren Erwachsenen, und so sind auch meine Mutter, meine Schwestern und meine Onkels hinter den beiden her geflitzt.
Sie haben in jedes Luk geguckt und jeden Winkel erforscht. Sind bis in den Laderaumgeklettert und haben die luftigen Klos untersucht. Und währenddessen die ganze Zeit gespielt. Es war phantastisch!
Es ist wirklich beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass dieses Schiff monatelang bei Wind und Wetter unterwegs war. Man kann total eintauchen in diese Welt und es sich wirklich gut vorstellen.
Für die Olympischen Spiele 2000 hat die Batavia die Reise nach Australien noch einmal auf sich genommen und lag eine Weile lang im Hafen von Darlinghabour. Dort wurde am 30. April auch Koniginnedag, der Geburtstag der Königin, gefeiert. Es war total doof an dem Tag keinen Niederländischen Pass zu haben an dem Tag. Denn ich hab ja in Sydney auch mit Niederländern zusammengewohnt.
Sie endlich auch mal zu besichtigen, hatte ich mir schon lange gewünscht. Ich liebe Segelboote und besonders die aus Holz. Jetzt mit den Kindern war es noch eine viel schönere Erfahrung. Denn es ist so spannend mitzuerleben, wie so eine "Zeitreise" die Phantasie beflügelt.
Also eine ganz warme Empfehlung für jeden mit einen Faible für Nostalgie und Segelboote.
Die Batavia Werft findet Ihr in Lelystad am Ijsselmeer. Wir haben das Wochenende am Veluwemeer in einem Landal Green Parc verbracht und können nur sagen: Es war spitze!!




Samstag, 6. August 2011

Sonnendiebstahlsmalerei - was heißt das eigentlich?










Jetzt ist es offiziell, ich bin Patin für das Wort Sonnendiebstahlsmalerei.

Das gibt es nicht? Doch gibt es.
Es ist ein ganz altes Wort und wird heutzugtage nicht mehr benutzt. Es ist eines der ältesten Worte, das die Deutsche Sprache für das Phänomen der fotografischen Abbildung gekannt hat. Damals als noch Lichtbildner wie Schausteller von Dorf zu Dorf zogen.

Bei den Vorbereitungen für den schriftlichen Teil meiner Bachelor Arbeit bin ich diesem Wort in einem Buch über die Geschichte der Fotografie von Walter Benjamin begegnet und seitdem ist es mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen.



Eine Malerei von der Sonne stehlen. Mit Sonnenstrahlen malen.
Das ist doch viel romatischer als ein Foto machen.
Eigentlich schade, dass es sich nicht durchgesetzt hat.
Es heißt doch auch Ferseher und nicht Television?!

So habe ich also heute das Geheimnis hinter meiner Blogger Identität gelüftet und bin stolze Besitzerin einer hübschen Urkunden des Vereins für Deutsche Sprache.

Montag, 18. Juli 2011

Wie man in den 20ern aus den Tulpenfeldern heimkam...

Auf meiner Tour durch Holland habe ich auch meine Großtante Froukje, eine Schwester meiner Oma, besucht. Dort fiel mein Blick auf dieses Foto, welches bei ihr gerahmt auf einem Schränkchen prangt.
Es ist aufgenommen in den 20er Jahren irgendwo auf der Strecke zwischen Bodegraven und dem Keukenhof und zeigt meine Urgroßmutter und meinen Urgroßvater, die als Beweis ihres Besuches im Keukenhof mit geschmückten Fahrrädern nach Hause fuhren.





Tante Froukje zufolge gefiel es meiner Omi, so haben wir Urenkel sie zu Lebzeiten immer genannt, nicht besonders. Ihr waren die Kränze wohl peinlich. Ihr Mann (oder vielleicht zu der Zeit noch Verlobter) hatte darauf bestanden und sich nicht Lumpen lassen, denn der Blumenschmuck war recht kostspielig. Es war eine schöne Tradition zu der Zeit und auch später noch konnte man Autos sehen, die mit geschmückten Motorhauben den Heimweg antraten. Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern je solch ein Auto gesehen zu haben. Den jährlichen Blumencorso, ein Umzug mit Wagen die über und über mit Blumen geschmückt sind, gibt es aber nach wie vor und ist sicher eine Reise wert.

Ja,ja. Mein Urgroßvater Jacob Cornelis Sloof und seine Dirkje geb. Weissenbach waren ein schon schönes Paar und es war sicher eine schöne Zeit in den 20er Jahren.
Später haben sie drei Kinder bekommen, meine Großmutter Wilhelmina, Froukje und Tom. Auf den Fotos, die ich kenne sehen sie aus wie eine sehr glückliche Familie.
Ich habe eine Verabredung mit meiner Tante getroffen, bald noch einmal ohne Kinder gemeinsam in alten Fotos zu schnüffeln und die Geschichte der Familie als Video mitzuschneiden. Ich freu mich darauf!